Der naturpark

Die Familie Berta ist seit jeher überzeugt, in der Bringschuld des Landes – als Wiege und Grundlage des landwirtschaftlichen Betriebes und des handwerklichen Betriebes - zu stehen. Die Produkte dieses Familienbetriebes sind nicht zufällig entstanden, sondern sie haben den Lebenssaft vom großzügigen Hügelland erhalten und sie spiegeln nun Werte und Empfindungen wider. In diesem Gebiet aufgewachsen, fühlt man sich verpflichtet, diese Gabe zurückzugeben und die Werte der Natur und der bäuerlichen Kultur den Besuchern und künftigen Generationen zu erhalten.

Um diesem neuen Projekt, das sich an diesen Grundlagen anlehnt, Leben zu verleihen, entfaltet sich auf rund acht Hektar Land um den aktuellen Sitz der Brennerei ein Gebiet, das im Laufe der Jahre von der Familie erworben wurde. Die Landschaft bewundern, die seit jeher schon durch die sanften Hügel bekannt war, die an sehr klaren Tagen den gesamten Alpenbogen und die farbenfrohen Täler erahnen lassen und die Produkte dieses Landes genießen, wird in Zukunft auch in Casalotto di Mombaruzzo möglich sein. Hier ist ein Naturpark im Entstehen, durch den ein Lehrpfad führen soll, und zwar mit dem Ziel, dem Besucher das Umland und die Besonderheiten der Natur näher zu bringen. In den letzten Jahren wurden einige hundertjährige Olivenbäume, Fichten, Nussbäume, Schwarzpappeln, Eichen und Linden gepflanzt. Außerdem setzte man Obstbäume wie Aprikosen, Kirschen, Feigen, Heidel- und Johannisbeeren und Heilpflanzen, darunter Bergwermut, Wermut, Mariendistel, Koriander, Echinacea, Johanniskraut, Isop, Malva Silvestre, Melisse, Passiflora, Löwenzahn, Lavendel, Rosmarin, Zypressenkraut und Thymian.

Zu Ehren der Körperschaft der Italienischen Branntweinhersteller wurde außerdem eine Anlage mit hundert Eichen zur Verfügung gestellt. Die Eichen symbolisieren seit jeher schon Kraft, Schutz und Gastlichkeit, da viele Insekten, kleine Tiere und Vögel im Schutz der Äste und Blätter leben. Ausgangspunkt des didaktischen Lehrpfades ist die alte Grundschule von Casalotto. In den drei Klassen sind zahlreiche didaktische Seminare und Lehrgänge zur Nahrungsmittellehre mit Produzenten, Universitätsprofessoren und Experten aus dem Gebiet geplant. Die Kurse richten sich an Schüler und Erwachsene, die ihr Wissen über die vielfältige lokale Produktion – darunter Destillate, Amaretti, Käsen, Haselnüsse, Würste und Weine – vertiefen möchten. Im Inneren des Parks gibt es außerdem Bereiche, die für den Anbau von Obst vorgesehen sind.

Das Engagement für das Gebiet zwischen Langhe, Monferrato und Roero, wird für die Familie Berta selbstverständlich, unerlässlich und zur moralischen Pflicht, als im Januar 2011 die Bewerbung der Gegend - „ Landschaftliche Weinbaugebiete im Piemont: Langhe – Roero und Monferrato“ - für deren einzigartige Hügellandschaft mit ihren historischen Märkten, Kastellen, romantischen Kirchen und Naturparks und ihrer antiken Weinkultur bei der UNESCO fü die wertvolle Anerkennung als Weltkulturerbe offiziel vorgestellt wird. Die Einreichung der Bewerbung in Paris ist die Krönung der langjährigen und engen Zusammenarbeit zwischen der Region Piemont und den Provinzen Alessandria, Asti und Cuneo, die fest an dieses ehrgeizige Projekt geglaubt haben, um den außerordentlichen Wert der piemonteser Weinbaulandschaft auf Weltniveau anerkennen zu lassen. Die eingereichte Bewerbung nimmt Bezug auf das Zusammenspiel zwischen gesunden, naturwüchsigen Weinbergen und den Familienbetrieben, die im Laufe vieler Jahrhunderte das wirtschaftliche und produktive Geschick des Hügellandes geprägt haben, das sich zwischen den Thermen von Acqui und den Weinkellern der Langhe einerseits und den Weinbergen von Barbera und Moscato im Belbo Tal andererseits erstreckt. Eine Landschaft, die geprägt wurde durch die konstante menschliche Arbeit, die mit der Zeit eine hochwertige Weinproduktion hervorgebracht hat und für die heute die Gebiete Langhe, Monferrato und Roero in aller Welt berühmt sind. Eine sehr vielfältige Landschaft, in der Kultur und mit dem Wein verbundene Traditionen in der Gemeinschaft tief verwurzelt sind und sich in allen Aspekten des Alltagslebens zeigen, in Literatur, Künsten, Festen, Gastronomie und Sprache. Die Entscheidung wird die Unesco fällen. Es ist wünschenswert, dass viele neue Besucher und vor allem junge Menschen kommen, um dieses Geschenk der Natur und die Arbeit der Landwirte, der Handwerker und der Verfechter von Qualität und Genuss dieser einfachen Künstler kennen zu lernen.